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Bodetal, Hexentanzplatz & Rosstrappe: Ausflug nach Thale

Bei Thale hat die Bode eine tiefe Felsschlucht in den Granit gegraben – das Bodetal, oft „Grand Canyon des Harzes“ genannt. Darüber thronen Hexentanzplatz und Rosstrappe, verbunden durch Seilbahnen. Für viele ist das der eindrucksvollste Ausflug im ganzen Harz.

10 km

Schlucht von Thale bis Treseburg

2

Seilbahnen auf beide Plateaus

30. April

Walpurgisnacht am Hexentanzplatz

Das Bodetal – der „Grand Canyon des Harzes“

Zwischen Treseburg und Thale zwängt sich die Bode auf rund zehn Kilometern durch ein enges, bis zu 250 Meter tiefes Tal. Steile Granitwände, mächtige Felsblöcke, Schluchtwälder und das ständige Rauschen des Flusses machen das Tal zu einem der eindrucksvollsten Naturerlebnisse nördlich der Alpen. Der Abschnitt ist Naturschutzgebiet und Teil des Fernwanderwegs Harzer Hexenstieg.

Die Wanderung Thale – Treseburg

Die klassische Tour führt flussaufwärts von Thale nach Treseburg: rund 10 Kilometer, reine Gehzeit etwa 3 bis 3,5 Stunden.

  • Jungfernbrücke und Katersteg am Talausgang bei Thale – sanfter Einstieg durch Laubwald.
  • Gasthaus Königsruhe tief im Tal zwischen Hexentanzplatz und Rosstrappe – Einkehrmöglichkeit.
  • Teufelsbrücke – die engste, spektakulärste Stelle mit fast senkrechten Felswänden. Der Sage nach half der Teufel beim Bau und verlangte die erste Seele – die Bauleute schickten eine Ziege.
  • Bodekessel – ein großer Strudeltopf oberhalb der Teufelsbrücke.
  • Treseburg – kleiner Ort am oberen Ende der Schlucht mit Gasthäusern; zurück per Bus.

Hinter der Teufelsbrücke wird der Weg steinig mit Stufen und Wurzeln. Feste Schuhe sind Pflicht, bei Nässe ist es rutschig. Einzelne Stücke können wegen Steinschlag zeitweise gesperrt sein.

Unser Tipp

Wer nicht die ganze Strecke laufen möchte, geht von Thale bis zur Teufelsbrücke und zurück – gut 2 Stunden mit den schönsten Abschnitten.

Der Hexentanzplatz

Auf einem rund 450 Meter hohen Plateau über dem Bodetal versammelten sich der Überlieferung nach in der Walpurgisnacht die Hexen, bevor sie zum Brocken flogen. Heute erwarten Sie oben:

Aussichtspunkte

Blick in die Schlucht und hinüber zur Rosstrappe.

Walpurgishalle

Gemälde zur Walpurgis-Sage und zu Goethes „Faust“.

Tierpark

Tiere des Harzes, etwa Luchs und Wildkatze.

Harzer Bergtheater

Eine der ältesten Naturbühnen Deutschlands, Aufführungen im Sommer.

Dazu Gastronomie, Hexenskulpturen und die Sommerrodelbahn Harzbob. In der Walpurgisnacht am 30. April findet hier eines der größten Walpurgisfeste im Harz statt.

Die Rosstrappe

Gegenüber ragt der Granitfelsen der Rosstrappe rund 400 Meter hoch auf. Die Sage erzählt von der Königstochter Brunhilde, die auf ihrem Pferd vor dem Riesen Bodo floh und mit einem gewaltigen Sprung über das Tal setzte. Beim Aufprall drückte das Pferd seinen Huf in den Fels – der Abdruck ist bis heute zu sehen. Bodo stürzte in die Tiefe, und der Fluss trägt seitdem seinen Namen. Die Rosstrappe ist ruhiger als der Hexentanzplatz und bietet einen der schönsten Blicke ins Tal.

Seilbahnen Thale

Kabinenbahn Hexentanzplatz

Rund 720 m, Gondeln für sechs Personen, einige mit Glasboden. Erstmals um 1970 gebaut, 2012 erneuert.

Sessellift Rosstrappe

Zweiersessel, knapp 670 m – die luftigere und ruhigere Variante.

Es gibt Einzel- und Doppelfahrten sowie Kombitickets; mit der HarzCard sind einige Leistungen inklusive. Die Bahnen fahren ganzjährig, bei Sturm kann der Betrieb ruhen. Preise und Zeiten bitte aktuell bei den Seilbahnen Thale prüfen.

Unsere Lieblingsrunde

Mit der Kabinenbahn auf den Hexentanzplatz, oben Aussicht und Tierpark, zu Fuß hinunter ins Bodetal und flussaufwärts bis zur Teufelsbrücke. Zurück und auf der anderen Seite hinauf zur Rosstrappe, zum Schluss mit dem Sessellift ins Tal. Zu Fuß rund 8 km mit etwa 600 Höhenmetern – mit den Bahnen auch für Kinder machbar.

Anreise und Parken

Mit dem Auto

Über die B 6n oder über Blankenburg an der B 81. Gebührenpflichtige Parkplätze an der Talstation, am Hexentanzplatz und an der Rosstrappe. An Sommerwochenenden früh kommen.

Mit der Bahn

Bahnhof Thale mit Verbindungen über Quedlinburg; zu Fuß rund 15 Minuten bis zur Talstation und zum Eingang des Bodetals.

Beste Zeit

Frühjahr

Die Bode führt viel Wasser, die Schlucht ist besonders wild.

Sommer

Schattig und kühl im Tal, aber viel Betrieb.

Herbst – unser Favorit

Die Laubfärbung im Bodetal ist spektakulär.

Winter

Ruhig und stimmungsvoll, Wege können vereist sein.

Lohnt sich in der Umgebung

Quedlinburg

Welterbestadt, nur 10 km entfernt

Rappbodetalsperre

Staumauer und Hängebrücke Titan RT

Blankenburg

Schlösser und Burg Regenstein

Burg Falkenstein

Ritterburg im Selketal

Häufige Fragen

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand November 2026.

Auf einen Blick

Lage
Thale, Ostharz – 10 km von Quedlinburg
Seilbahnen
Goetheweg 1, 06502 Thale
Zeitbedarf
½ Tag für Bahnen und Aussicht, ganzer Tag mit Wanderung
Ab Wernigerode
ca. 35 km / 40 Min.
Kosten
Wandern frei, Seilbahnen und Tierpark kostenpflichtig

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